Kantate im Dezember 2008
Wachet! betet! betet! wachet!
Zum 2. Advent 1716 komponierte Bach seine Kantate "Wachet! betet! betet! wachet!" (BWV 70 a) für den Hofgottesdienst in Weimar.
Besetzung
Sopran-, Alt-, Tenor- und Baß-Solo
vierstimmiger gemischter Chor
Trompete
Oboe
Streicher
Basso continuo
Sein Kollege, der Hofpoet und -bibliothekar Salomon Franck, hatte sich, als er das Libretto schrieb, eng an das Evangelium dieses Sonntags angeschlossen: Christi Wiederkunft am Ende der Zeiten nach Lukas 21. Trompetensignale im Eingangschor wie in der letzten Arie vergegenwärtigen in Bachs Musik den Jüngsten Tag. Ernst und Freude in unterschiedlichen Schattierungen prägen, dem Gang des Textes entsprechend, die Klänge dieses Werks, das im Schlusschoral in hymnischer Siebenstimmigkeit endet.
Orgelwerk
Fantasie und Fuge g-Moll (BWV 542) - dieses Großwerk für die Orgel steht selbst unter seinesgleichen einsam da durch die harmonischen Wagnisse, die Bach in der Fantasie eingeht. Deren Expressivmelodik wird unterbrochen durch Fugati; an das zweite Fugato aber schließt sich harmonisches Geschehen an, das bis an atonale Grenzen reicht. Dem schönen Thema der Fuge liegt ein niederländisches Volkslied zugrunde; klar und eingängig sind auch die Kontrapunkte in diesem Stück.
